Isytravelyogi

20. Dez. 2017

Kopfstand ist Kopfsache

Aktualisiert: 12. Aug. 2020

Der Kopfstand (Sirsasana), der König der Asanas im Yoga, gehört mit zu meinen liebsten Übungen.

Kopfstand ist Kopfsache- genauso meine ich es auch. Den Kopfstand auszuführen bedeutet ruhig und gelassen zu sein. Er wird dir nicht gelingen, wenn deine Gedanken nicht fokussiert sind und dein Körper nicht bereit ist.


Als ich das erste mal den Kopfstand sah, war mein erster Gedanke natürlich: "Niemals! Niemals wird mir das gelingen!"

Aber auch hier wirkt wieder der Satz, Kopfstand ist Kopfsache, weil er dir auch nur gelingen wird, wenn du daran glaubst und dir selbst einmal vertraust.

Es gibt den schönen Spruch: "Fall ruhig- ich fang dich auf. Deine Yogamatte" ;-)

Natürlich lässt sich der Kopfstand auch üben, ohne direkt um zufallen. Dafür eignet sich am besten eine Wand, oder ein Partner, der dir Halt gibt.

Warum der Kopfstand so gut tut? Er gehört zu den Umkehrhaltungen. Das bedeutet, wir werden auf den Kopf gestellt. Erstmal ziemlich ungewohnt... alleine den Blick herum zu drehen, fühlt sich zunächst seltsam an. Auch hier hilft dir das fokussieren von Dingen, um dein Gleichgewicht zu halten.


Umkehrhaltungen haben den tollen Effekt das Blut besser zum Herzen zurück zu trasnportieren, da die Füsse oben in der Luft sind.

Wenn du dich erstmal an eine Umkehrhaltung gewöhnen möchtest, probier doch als erstes mal den Schulterstand aus.

Für den Kopfstand kommt dann die Balance dazu. Das Körpergewicht wird auf den Ellenbogen, oder auf den Händen balanciert. Je nach dem welche Position du dir aussuchst. Ich würde immer erst die Hände empfehlen, dadurch haben wir ein bisschen mehr Kontrolle über die Position.

Was am Anfang schwer fällt ist die Beine nach oben zu bewegen.

Mein Trick dazu: Wenn du deine Hände aufstellst, kannst du erstmal deine Knie auf deinen Ellbogen abstützen, bevor du deine Beine langsam nach oben bewegst.

Für den Kopfstand gilt: Geduld haben und üben üben üben. Und wenn du dich wohl fühlst, kannst du ruhig ein paar Minuten in dieser Position verbringen.


Starte den Kopfstand nicht ohne eine schöne Erwärmung der Muskulatur. Dafür eignet sich z.B. der Sonnengruß.Am besten kann man den Kopfstand am Ende einer Yogastunde machen.

Am Anfang ist es angenhemer ein Handtuch oder ein Kissen unter die Schädeldecke zu legen, da der Druck auf der Kopfhaut noch sehr ungewohnt ist.

Üben kann man das, in dem man die Position einnimmt- ohne die Beine anzuheben. Strecke deine Beine zunächst nur einmal durch, und du wirst merken wie dein Körpergewicht sich auf deine Schädeldecke drückt.

Das hat eine schöne Wirkung auf die Durchblutung der Kopfhaut, und dadurch auch des Gehirns. Mehr Sauerstoff wird in das Gehirn transportiert, und wir bekommen dadurch einen klaren Kopf.

Bitte üben den Kopfstand nicht bei Bluthochdruck oder anderen Venenerkrankungen. Auch bei Bandscheibenvorfällen in der Halswirbelsäule sollte auf den komplette Kopfstand lieber verzichtet werden.


Was am Anfang leider ganz normal ist, sollte doch mit der Zeit aber geübt werden, es zu vermeiden: Schwung! Um die Beine nach oben zu bekommen, wird am Anfang immer Schwung eingesetzt. Dies belastet aber den Nacken und die Halsmuskulatur. Optimal ist es mit Kraft aus der Bauchmuskulatur und Rückenmuskulatur die Beine langsam vom Boden zu lösen. Dies erfordert jedoch Übung.... nicht aufgeben ;-)

Noch ein schöner Effekt dieser Übung ist die Wirkung auf unsere Atmung. Automatisch wird sie tiefer und unser Herzschlag beruhigt sich.

Giftstoffe können besser aus unserem Körper hinaustransportiert werden.

Und dann kehrt auch die Ruhe in dir ein... :-) Der Kopfstand zeigt seine Wirkung.


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FOTOSTRECKE

Anleitung:

1.Einsteiger

Positioniere als erstes deine Schädeldecke auf die Matte

Dann lege deine Handflächen mit den Fingerspitzen zu deinem Kopf gerichtet dazu

Strecke deine Beine und gehe auf die Zehenspitzen

Drücke dich mit den Händen vom Boden weg um nicht im Nacken ein zu sinken!

Lege deine Knie als erstes auf deinen Oberarmen ab

Spüre nach und spanne deine Bauchmuskulatur an

Löse deine Knie von deinen Oberarmen (dabei immer weiter die Bauchspannung halten)

Um die Beine zu strecken, spanne deine Gesäßmuskulatur an und schließe deine Beine komplett

Hier in der Position kannst du nun bleiben, oder ein bisschen mit dem Kopfstand spielen ;-D

Variation:

Alles auf einem Blick:



Variante 2:

Fortgeschrittene

auf den Unterarmen

1. Unterarme platzieren. Fingerspitzen berühren die Ellenbogen. Dann Hände in einander flechten (Flechtgriff)

2.Schädeldecke auf der Matte positionieren

3. Mit den Fussspitzen heran laufen- bis es nicht mehr geht.

Dann Bauchmuskulatur anspannen un den ersten Fuß vom Boden lösen.

Knie nah zum Oberkörper ziehen

Ellenbogen in den Boden drücken

4. Zweiten Fuß ebenfalls lösen

5. Gesäßmuskulatur anspannen und langsam die Beine nach oben strecken.

Beine schließen und Füße strecken

Hier kann man wieder verweilen und die Umkehrposition genießen :-D


VIDEO:

Ich wünsche Euch viel Spaß und Geduld beim üben :-D

Schreibt mir gerne, wenn ihr Fragen oder Anregungen habt.

NAMASTE

Eure Isy


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